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"Ich komme nach Leipzig an einen Ort, wo man die ganze
Welt im Kleinen sehen kann." (G.-E. Lessing, Brief
von 1749)
Diese "Welt im Kleinen" erschließt
sich am günstigsten zuerst aus 142 m Höhe von der
Aussichtsplattform des mdr-Hochhauses, neben Altem
Rathaus, Völkerschlachtdenkmal, neuem Messegelände
u.a. ein Wahrzeichen der Sdadt. Zu Füßen dieses
ehemaligen "Uni-Riesen" liegt das Zentrum Leipzigs,
umgeben vom grünen Ring an Stelle der ehemaligen Stadtbefestigung,
begrenzt im Norden vom Hauptbahnhof, im Osten vom Opernhaus,
im Südosten vom Gewandhaus und von der Moritzbastei
(Studentenkeller), im Südwesten vom Neuen Rathaus
und im Westen von der Thomaskirche.
Aus der Vogelperspektive ist gut wahrzunehmen, dass sich
Leipzig auch ein wenig als "grüne Stadt"
erweist (von 160 qkm Fläche sind etwa 25 qkm Grünflächen
bzw. Wasser). Deutlich zu erkennen sind der Stadtpark,
das Rosental (mit dem Zoo), das Leutzscher
Holz (mit dem Sportforum und der Arena Leipzig
in der Nähe), der Cospudener See, ein Naherholungszentrum
im ehemaligen Tagebaugebiet des Südraums Leipzig.
Vom Standpunkt auf dem Hochhaus am Rande der Innenstadt bietet
sich das Zentrum kompakt dar (knapp 1qkm), so dass es gut
möglich scheint, die City zu Fuß zu erkunden.
"Jedoch ganz nach meinem Sinn waren die mir ungeheuer
scheinenden Gebäude, die, nach zwei Seiten ihr Gesicht
wendend, in großen, himmelhoch umbauten Hofräumen
eine bürgerliche Welt umfassend, großen Burgen,
ja Halbstädten ähnlich sind." (Joh. W.
Goethe: Dichtung und Wahrheit, 6. Buch)
So wirkten die repräsentativen Durchhöfe der Handelshäuser
der Messestadt auf den 16-jährigen Studenten aus Frankfurt
in den 60-er Jahren des 18. Jh. Dieser Eindruck ist heute
noch nachzuvollziehen am Beispiel des restaurierten Barthels
Hof. Er bildet zusammen mit Webers Hof ein besonderes
Ensemble barocker Handelskultur. Der Durchgang dieser historischen
Bauten führt auf die Hainstraße, ganz in
der Nähe des Marktes.
Dieser PLatz wird beherrscht von der Renaissance-Fassade
des Alten Rathauses aus dem 16. Jh. Nicht weit entfernt
davon westlich vom Markt erhebt sich die Thomaskirche,
im 18. Jh. Wirkungsstätte Joh. Seb. Bachs und
bis heute Heimstatt des Thomanerchors.
Ganz in der Nähe, in der Grimmaischen Straße,
beginnt die bekannteste der Leipziger Passagen, die Mädler-Passage,
mit dem historischen Restaurant "Auerbachs Keller",
in dem eine Szene des Goetheschen "Faust" spielt.
Leipzigs "Welt im Kleinen" mit ihren vielfältigen
Angeboten auf den Gebieten von Architektur, Kunst, Wissenschaft,
Sport, Gastronomie (Kneipenmeile "Drallewatsch"),
Nahererholung u.a.m. erlaubt es stets, Interessantes zu erfahren,
Neues zu entdecken, niveauvolle Kunst zu erleben und sich
abwechslungsreich zu entspannen.
Geopraphisches
Die Stadt liegt in der Leipziger Bucht im Nordwesten des Freistaates
Sachsen an den Flüssen Elster und Pleiße
- in etwa 110 m Höhe.
Historisches
Der Name Leipzig geht auf das slawische Wort für Linde
(Lipa) zurück. In der fruchtbaren Flusslandschaft
kreuzten sich als wichtige Handelswege die Via Regia
(Königsstraße) in westöstlicher und die Via
Imperii (Reichsstraße) in nordsüdlicher Richtung.
Im 12. Jh. erhielt Leipzig Stadt- und Marktrecht. 1409 wurde
die Universität gegründet und das Messeprivileg
bekam die Stadt 1497.
Verkehrsanbindung
A9 Berlin-München, A14 Dresden-Hannover, A38 Südharz-Autobahn
(in Bau), ICE-Anschluß, Flughafen Leipzig-Halle |
Einwohner
1997 etwa 440000 |
Wirtschaft
Dienstleistungszentrum im wirtschaftlichen Großraum
Leipzig-Halle-Dessau |
Literatur
Leipzig, Dumont Reisetaschenbuch 1998
Leipzig, Stadtführer, Atlas, VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig
1981
J. Bieber/K. Walch: Leipzig und seine Geschichte, Sachsenbuch
Verlagsgesellschaft mbH Leipzig 1991
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