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Lago Maggiore

Im Frühjahr 2002 bin ich mit meinem Freund Lothar aus der Bonner Selbsthilfegruppe für Psychiatrieerfahrene für eine Woche nach Cannero Riviera am Lago Maggiore in Italien gefahren.

Isola Bella

Weder Lothar noch ich haben ein Auto, also ging es mit dem Liegewagen im Zug um 0:20 Uhr von Bonn los. Ich konnte gut schlafen, doch um 6 Uhr mußten wir in Basel umsteigen und hatten dort 2 Stunden Aufenthalt. Es war früh am Morgen, ich war unausgeschlafen, es war kalt und ungemütlich auf diesem Bahnhof. Dann aber ging es weiter und in weiteren 4 Stunden sind wir quer durch die Schweizer Alpen gefahren, mit zum Teil sehr schönen Ausblicken auf schneebedeckte Berge, und schließlich in Stresa am Westufer des Lago Maggiore angekommen. Uns begrüßte ein mildes Klima mit warmen Sonnenschein. Ein Hinweisschild mit einem Schiff darauf führte uns an den See, denn es sollte mit dem Boot weiter nach Cannero gehen. Die knapp 3 Stunden Wartezeit vergingen recht schnell bei einem Spaziergang durch den schönen Ortskern und einem Cappucino mit Seeblick. In Cannero angekommen, haben wir uns einen ersten Eindruck von dem sehenswerten Örtchen bei einem kleinen Spaziergang geholt, doch dann es ging zeitig ins Bett.

Blick von Stresa über den SeeNach einer erholsamen Nacht mit spannenden Traumgeschichten haben wir uns den Ort angeschaut und waren sehr zufrieden mit unserer Wahl. Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns, am Nachmittag verzogen sich auch die letzten Wolken und es war alles blau: der See, die Berge und der Himmel. Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf sind wir ein Stückchen auf dem Wanderweg nach Cannobio (ein Ort 7 km nördlich) gelaufen. Wir genossen die zum Teil wunderschönen Ausblicke auf den See mit den weißen Segelbooten und den Bergen hinter dem anderen Ufer. Schließlich fanden wir uns in der gemütlichen Pizzeria Sano Banano ein und genossen leckeren Wein und Pizza. Unten am See haben wir uns dann noch auf einen Rotwein die friedliche Abendstimmung im Tre Re zu Gemüte geführt.

Isola Superiore dei PescatoriObwohl kein Vollmond, habe ich einen bekannten Traum gehabt: Ich verschlafe eine Vorlesung und mache mir Sorgen wegen der nächsten Klausur.
Heute ging es mit dem Katamaran nach Cannobio, einige Kilometer nördlich. Von dort unternahmen wir eine Wanderung zur Orrido di Sant' Anna, einer Schlucht, durch die sich der Cannobio mit einem Wasserfall ergießt. Am Abend hat Lothar Nudeln mit schmackhafter Gorgonzola-Sauce gekocht.

Ein weiterer Tag begrüßte uns mit Sonnenschein. Eine Wanderung führte uns in die Berge westlich von Cannero Richtung Donego. Unterwegs bot sich teilweise ein faszinierender Ausblick auf den blauen Lago. Die Nachmittagssonne haben wir dann auf der Terrasse unseres Appartements genossen.

CanneroAm Mittwoch war Markt in Luino, genau am gegenüberliegenden östlichen Ufer gelegen. Ein sehenswertes, buntes Treiben entfaltete sich dazu in den Straßen dieses Ortes. Vor allem Lederwaren und Bekleidung fanden sich dort, aber auch alles, was der Gourmet an frischen Zutaten braucht. Wenn man mit dem Schiff um 8:50 Uhr fährt, ist es noch nicht so überlaufen wie dann zur Mittagszeit. Mittwochs ab 21 Uhr wird im Sano Banano Livemusik gespielt: Dixieland.

Natürlich haben wir auch einen Ausflug auf die Borromäischen Inseln unternommen: Isola Madre, Isola Superiore dei Pescatori und Isola Bella. Das sollte man nicht verpassen. Da aber gerade Feiertag war (25.04., Kriegsende) traf sich schätzungsweise ganz Oberitalien dort. 

Lago Maggiore

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